BAföG wird an eine große Gruppe von Schülern und Studenten vergeben. Diese müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen und einen Antrag beim zuständigen Amt stellen. Die Bewilligung hängt unter anderem vom Einkommen, von der zu fördernden Ausbildung und den Eltern ab.

Eine Vielzahl an Ausbildungen werden gefördert

Damit BAföG gewährt werden kann, muss die Ausbildung förderungswürdig sein. In der Regel wird nur die erste Ausbildung unterstützt, bis zum zweiten Semester wird aber ein Wechsel des Studienganges akzeptiert. Bei einem wichtigen Grund können auch Ausnahmen gemacht werden. Zu den Ausbildungen, welche gefördert werden, zählen unter anderem:Besuch einer allgemeinbildenden Schule ab der 10. Klasse

Besuch einer Fachschule oder einer Berufsfachschule

Studium an Akademien und Hochschulen

Schüler, die ein Jahr im Ausland verbringen

Das eigene Einkommen und die Voraussetzungen

Wer BAföG erhalten möchte, der muss bei Ausbildungsbeginn jünger als 30 Jahre sein. Hierbei existieren allerdings Ausnahmen, beispielsweise bei einer vorangegangen Betreuung der eigenen Kinder. Empfänger der Ausbildungsförderung dürfen eigenes Einkommen erzielen, dabei gelten allerdings Höchstgrenzen. Für Studenten an Hochschulen beispielsweise liegt diese Grenze bei 400 Euro. Ist das Einkommen höher, dann wird die Differenz vom berechneten Bedarf abgezogen.

Das Einkommen der Eltern ist wichtig für's BAföG

Das Einkommen der Eltern ist für die Gewährung der Ausbildungsförderung ebenfalls entscheidend. Hierbei werden die Einkünfte der Eltern herangezogen und Freibeträge für Geschwister abgezogen. Der übriggebliebene Betrag wird dann ebenfalls auf den Auszahlungsbeitrag angerechnet. Als Berechnungsgrundlage gilt das vorletzte Jahr vor dem Bewilligungszeitraum. Getrennt lebenden Elternteilen steht ein Freibetrag von 1.070 Euro zu, nicht getrennt lebende Eltern dürfen 1.605 Euro verdienen, ohne dass ein Abzug stattfindet. Geschwister, welche in keiner förderungsfähigen Ausbildung stehen, mindern das Einkommen um 485 Euro. Zusätzlich sind noch weitere Abzüge und Härtefallbehandlungen möglich.

Die elternunabhängige Förderung nutzen

In einigen Situationen kann auch eine elternunabhängige Förderung erfolgen. Wenn die Antragssteller beispielsweise nach dem Eintritt der Volljährigkeit bereits fünf Jahre erwerbstätig gewesen waren und dadurch eine Unabhängigkeit erlangt haben, dann kann die Förderung nicht vom Einkommen der Eltern abhängig gemacht werden.